Die Versetzung

Zusammengestellt von Bernhard Stiedl (Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss)

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        recht, Sozialrecht und Steuerrecht für Arbeitnehmer" bestellen

 

Inhaltsverzeichnis

Versetzung

Umfang des Versetzungsrechtes

Verweigerung einer Versetzung

 


 

Versetzung

Eine betriebsverfassungsrechtliche Versetzung ist die Zuweisung eines anderen Arbeitsbereiches, die voraussichtlich die Dauer von einem Monat überschreitet, oder die mit einer erheblichen Änderung der Umstände verbunden ist, unter denen die Arbeit zu leisten ist.
Ein Arbeitsbereich ist der konkrete Arbeitsplatz und seine Beziehung zur betrieblichen Umgebung in räumlicher, technischer und organisatorischer Hinsicht.

Es ist der betriebsverfassungsrechtliche und arbeitsvertragliche Versetzungsbegriff zu unterscheiden. Eine arbeitsvertragliche Versetzung ist die Zuweisung einer anderen als der im Arbeitsvertrag vereinbarten Tätigkeit.

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Umfang des Versetzungsrechtes

Der Umfang des Versetzungsrechtes bestimmt sich nach dem Inhalt des Arbeitsvertrages.

Ist nach dem Inhalt des Arbeitsvertrages eine Versetzung nicht möglich, so bedarf es zur Übertragung höher- oder geringwertiger Arbeit eines Änderungsvertrages oder einer Änderungskündigung.

Ist eine Versetzung nach dem Inhalt des Arbeitsvertrages möglich, wird dem Arbeitnehmer also keine höher- oder geringwertige Arbeit übertragen, so kann der Arbeitnehmer im Rahmen der von ihm geschuldeten Arbeitsleistung innerhalb des Betriebes versetzt werden.

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Verweigerung einer Versetzung

Der Betriebsrat kann eine betriebsverfassungsrechtliche Versetzung verweigern, wenn sie gegen ein Gesetz, eine Verordnung, eine Unfallverhütungsvorschrift oder gegen eine Bestimmung in einem Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung oder gegen eine gerichtliche Entscheidung oder eine behördliche Anordnung verstößt.
Wird der betroffene Arbeitnehmer oder die im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer durch die Versetzung benachteiligt, ohne dass dies aus betrieblichen oder persönlichen Gründen gerechtfertigt ist, kann der Betriebsrat ebenfalls seine Zustimmung verweigern.

Der betroffene Arbeitnehmer kann sich gegen eine Versetzung individualrechtlich wehren, auch wenn der Betriebsrat der Versetzung zugestimmt hat. Rat und Hilfe bekommen Sie von Ihrer zuständigen Gewerkschaft. Sind Sie Mitglied einer Gewerkschaft, haben Sie auch Anspruch auf kostenlosen Rechtsschutz. Mitglied werden lohnt sich also!

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