Das Mobbing/ Bossing

Zusammengestellt von Bernhard Stiedl (Bitte beachten Sie den Haftungsausschluss)

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        recht, Sozialrecht und Steuerrecht für Arbeitnehmer" bestellen

 

Inhaltsverzeichnis

Was ist Mobbing/ Bossing/ Staffing

Welche Formen hat Mobbing

Wer kann von Mobbing betroffen sein

Welche Phasen von Mobbing gibt es

Was man gegen Mobbing tun kann

 


 

Was ist Mobbing/ Bossing/ Staffing

Mobbing ist keine Erscheinung der jüngsten Zeit, es nimmt jedoch immer mehr zu.

Mobbing kommt vom englischen "mob" für Pöbel, "to mob" heißt pöbeln.

Die meisten Fälle von Mobbing gehen von Vorgesetzten aus. Mobt der Vorgesetzte spricht man auch von Bossing. Bei Staffing agieren Unterstellte und attackieren gezielt ihren Vorgesetzten.

Nicht jede Streiterei oder Ungerechtigkeit im Betrieb ist Mobbing. Mobbing bezeichnet einen systematischen Prozess der Ausgrenzung und Erniedrigung eines Menschen, der von einer oder mehreren Mobbern betrieben wird. Diese Handlungen müssen regelmäßig und über einen längeren Zeitraum stattfinden.

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Welche Formen hat Mobbing

Angriffe auf die Arbeitsqualität
Zum Beispiel dem Mobbing-Opfer gibt man ständig neue Arbeitsaufgaben und / oder solche, die die Qualifikation über- oder untersteigen.

Angriffe auf das Ansehen
Zum Beispiel durch Gerüchte über das Mobbing-Opfer, oder direkte Beleidigungen.

Angriffe auf die Gesundheit
Zum Beispiel durch Gewaltanwendungen gegen das Mobbing-Opfer oder sexuelle Belästigungen.

Angriffe auf die Psyche
Zum Beispiel das Mobbing-Opfer wird ständig kritisiert oder beschimpft.

Angriffe auf die soziale Beziehung
Zum Beispiel das Mobbing-Opfer wird ständig ausgegrenzt.

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Wer kann von Mobbing betroffen sein

Opfer von Mobbing kann jeder Arbeitnehmer werden. Statistisch kann jeder vierte Beschäftigte im Verlauf seines Arbeitslebens einmal von Mobbing betroffen sein.

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Welche Phasen von Mobbing gibt es

Erste Phase
Am Beginn steht meistens ein ungelöstes Problem oder ein Konflikt.

Zweite Phase
Anstatt das Problem oder den Konflikt zu lösen, wird ein Beteiligter zum Mobbing-Opfer. Das Mobbing-Opfer wird immer häufiger angegriffen.

Dritte Phase
Durch die ständigen Angriffe wird das Mobbing-Opfer verunsichert und dadurch werden in der Arbeit Fehler gemacht. Abmahnungen drohen oder werden gegen das Mobbing-Opfer ausgesprochen.

Vierte Phase
Das Mobbing-Opfer hält die Angriffe nicht mehr aus und kündigt den Arbeitsplatz oder wird gekündigt. Nicht selten leiden Mobbing-Opfer an psychischen Krankheiten, so dass lange Krankzeiten folgen und am Ende sogar eine Erwerbsunfähigkeit stehen kann.

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Was man gegen Mobbing tun kann

Wenden Sie sich als erstes an eine Mobbingberatungsstelle, dort bekommen Sie Unterstützung. Ihre zuständige Gewerkschaft kann Ihnen Beratungsstellen nennen. Sie sollten sich auch an den Betriebsrat wenden und mit ihm das weitere Vorgehen absprechen.

Wer Opfer von Mobbing wird, hat das Recht, sich beim Vorgesetzten zu beschweren. Bei Mobbing durch den Vorgesetzten kann man sich bei dem nächst höheren Vorgesetzten beschweren.
Wichtig ist die Erfolgsaussichten und die Konsequenzen einer Beschwerde vorab zu klären. Eine Beschwerde kann nur dann aussichtsreich sein, wenn das Opfer, das Mobbing gegen sich auch beweisen kann. Darin liegt häufig das Problem.

Sorgen Sie deshalb für Rückendeckung bei den Kollegen und / oder Vorgesetzten. Reden Sie mit den Kollegen über die Angriffe gegen Sie. Dokumentieren Sie die Angriffe, am besten mit Datum, Uhrzeit und Ort des Geschehens.
Wenn das ungelöste Problem oder der Konflikt als Ursache des Mobbings noch nachvollziehbar ist, kann versucht werden mit dem Mobber ein Gespräch zu führen.

Der Arbeitgeber hat die Pflicht, das Persönlichkeitsrecht und die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Er muss daher Mobbing unterbinden, gegen Mobber vorgehen und alles tun, um Mobbing im Unternehmen zu verhindern.

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